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Zusatzartikel:     IM 300-METERTAKT VORAN:

"Jährlicher Gleisumbau an der Furka-Bergstrecke"

       Von Manfred Willi, stellvertretender Leiter Bahntechnik, Abteilung Bau DFB AG


 

Bauwochenbericht 2021

 Rainer Köhler berichtet von den Bau-Aktivitäten der Kalenderwoche 25 an der Bergstrecke:

Teilnehmer:

Bauleiter Ulf Weidle und die Fronis Uwe, Francois, Rainer, André und Rafael .

Sowie:    Fa. Login mit ca. 10 Auszubildenden, 2 Ausbilder (Beat, Jan)

und        ca. 20 Personen des Schweizer Zivilschutzes

 

Aufgaben:

  1. Rohrdurchlässe und Wassergräben entlang der Strecke auf Seite Uri.

Durchlässe reinigen und erneuern; Gräben reinigen und sichern.

Hier wurde ausschließlich der Zivilschutz eingesetzt, insofern hatten wir keinerlei Kontakt mit dem Zivilschutz, zumal der Zivilschutz auf dem Grillplatz sein eigenes Doppelzelt aufgebaut hatte, wo jene auch ihr Essen einnahmen, d.h. sie kamen lediglich in die Kantine, schnappten sich ihr Futter und verschwanden sofort wieder nach draußen in ihr Zelt.

Der Zivilschutz nächtigte im Gemeindehaus, neben dem Alpenhof(Simmen).

 

  1. Gleis- und Weichenverlegung im Vorfeldbereich des Lokschuppen in Gletsch.

Es waren die Loginleute und wir 6 Mitarbeiter vor Ort.

Am Montagmorgen wurde vor Ort beratschlagt, ob die Gleislagen ohne Demontage Richtung Felswand(Passstraße)  verschoben werden könnten, oder ob die Gleislagen komplett auszubauen seien, um dann ein neues, nivelliertes Planum herzustellen, auf dem die Gleislagen komplett neu zu verlegen wären.

Mit der Erfahrung von Beat und Jan von Login wurde dann der Komplettausbau entschieden, was sich hinterher als richtig erwies, denn das Gleis wurde letztlich um ca. 120 cm in Richtung Felswand unter der Passstraße versetzt verlegt.

 

Es waren eine Weiche und 3 Gleisjoche auszubauen. Die Holzschwellen der Weiche wurden durch neue Holzschwellen ersetzt. In Anbetracht unterschiedlicher Schwellenlängen waren die Schwellen vorsorglich mit Positionsnummern versehen, so daß jede Schwelle an den vorgesehenen Montageplatz kam. Im Weiteren wurden Holzschwellen durch Stahlschwellen ersetzt.

 

 

 

Um die Weiche bewegen zu können, wurde sie vor dem Ausbau in 2 Teile zerschnitten. Der zur Verfügung stehende Kleinbagger konnte zusammen mit dem Kran des Kranwagens(auf Gleis 2 stehend) die einzelnen Teile gerade so heben.

Es wurde der Unterbau ausgehoben, das Planum geschottert und nivelliert, die Weiche und die Joche bzw. die Stahlschwellen ausgelegt, nivelliert, eingeschottert und gestopft.

Beim Wiedereinbau wurden die Weichenteile vom Kleinbagger an die gewünschte Einbaustelle regelrecht “gezerrt“, d.h. der Kleinbagger bewegte sich an seiner Leistungsgrenze.

 

Zum Einsatz kam auch der Rangiertraktor Tm 2922, der in Gletsch stationiert ist.

 

 

 

 

Am Donnerstag quittierte die Stopfmaschine(Matisa) ihren Dienst, da eine Radhalterung samt Rad aus dem Fahrgestell herausbrach. Die Halterung wurde offensichtlich schon einmal angeschweißt, die Schweißnähte ließen allerdings zu wünschen übrig.

Die letzten Schwellen mußten somit per elektr. Handstopfer(Wacker) gestopft werden.

Anschließend konnte die in Gletsch über Nacht verbleibende Dampflok in den Schuppen fahren; die Lok blieb für den nächsten Tag angeheizt.

 

Am Donnerstag war der erste Betriebstag, d.h. wir mußten Gleis Nr. 1 und Nr. 2 frei räumen sobald ein Zug kam.

 

Der Eröffnungszug der Saison 2021

 

 

 

Der erste Dampfzug kam vormittags aus Realp und aus Oberwald der Dieselzug.

Die Zugkreuzungen klappten störungsfrei. Die Züge schienen gut besetzt.

 

  1. Allgemeines

Die Mitarbeiter nahmen jeden Tag ihr Mittagessen im Glacier du Rhone ein, wobei wir jeden Tag bei herrlichem Sonnenschein auf der Terrasse dinierten.

Einzig der Donnerstag war stark verregnet und wir wurden ziemlich naß  -  aber wenigstens ab 11:30 bis 14:00 wurden wir von der Sonne entschädigt!

 

Dank der “jungen Wilden“ von Login mußten wir “Alten“ uns nicht unbedingt das Kreuz ausrenken. Die Winden stellten das gewichtsmäßige Kriterium beim ständigen Hin und Her dar; dennoch ist keiner abgebrochen!

 

In der Kantine waren zum Unterschied in 2020 Vierertische in 2m-Abständen aufgestellt.

Die einen trugen Mundschutz, die anderen nicht; diese pragmatisch, individuelle Handhabung hat sich bewährt.

Zum Salatbuffet und der Essensausgabe bestand freier Zugang - unter Einhaltung eines hygienischen Abstandes.

 

Bericht und Fotos: Rainer Köhler

 

 

 

 


 

Weitere Links zum Thema Bauwochen:

> Bauwochenbericht 2015 von Hans Kabbe

> Bauwochenbericht 2012 von Hans Kabbe

> Aktivität Bauwochen

> Weitere Bilder von den Bauwochen

 

 

 

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